Leistungsspektrum / Edodontie

Infomation zur Behandlung wurzelerkrankter Zähne

Lieber Patient,

bei Ihrem Zahn soll eine Wurzelkanalbehandlung (WKB) durchgeführt werden. Machen Sie sich keine Sorgen! Wir haben heute die Möglichkeiten, diese Therapie für Sie sicher und schmerzfrei durchzuführen. Lesen Sie bitte dazu das Wichtigste in Kürze.

Warum tut der erkrankte Zahn weh?

Zahnschmerzen entstehen bei der Entzündung des Gewebes in oder um die Zahnwurzel herum. Ursache sind Bakterien im betroffenen Zahn, aber auch körpereigene Botenstoffe. Häufig ist diese Erkrankung mit einer tiefen Karies verbunden. Auch ein Trauma des Zahnes durch einen Unfall oder permanente äußere Reize können die Ursache sein.

Wie läuft eine Wurzelkanalbehandlung (WKB) ab?

Schmerzen während einer WKB sind sehr selten. Häufig ist der erkrankte Zahn bereits abgestorben, dann wird die Behandlung sogar ohne Betäubung absolut schmerzfrei durchgeführt. Und wenn er doch noch lebt? Durch moderne Betäubungsmittel und spezielle Techniken (Cito-Jet für eine schmerzarme Anästhesie) wird eine extrem gute Wirkung erzielt. Anschließend wird das erkrankte Gewebe aus der Wurzel entfernt. Hierbei ist das exakte Ausmessen der Wurzellänge besonders wichtig. Dies erfolgt mit einem Röntgenbild und sollte zusätzlich elektrisch überprüft werden. Spezielle Spülflüssigkeiten unterstützen die Reinigung des Kanals und sind ebenso wichtig. Abschließend wird der nun sterile Wurzelkanal mit einer bakteriendichten Füllung verschlossen. Je nach Aufwand sind dazu ein bis drei Sitzungen ( jeweils 15–60 Minuten) notwendig.

Warum ist eine Wurzelkanalbehandlung oft so schwierig?

Keimfreiheit in einem Gebiet zu erreichen, welches von Natur mit zahlreichen Bakterienarten stark bevölkert ist, scheint vom Prinzip her fast unmöglich. Wir haben heute die Möglichkeiten, trotzdem keimfreie Verhältnisse zu schaffen – ein Grundsatz jeder erfolgreichen medizinischen Therapie.
Die anatomische Form der gekrümmten Wurzel kann eine Behandlung erschweren. Ältere Zähne verengen außerdem den Kanal durch Kalziumanlagerung (forensische Altersbestimmung). Diese müssen dann aufwendig gelöst werden. Die Anzahl der zu behandelnden Nervkanäle kann ebenso von der Norm abweichen. Ein Backenzahn hat bis zu fünf Kanäle. Werden infizierte Kanäle übersehen, ist der Erfolg gefährdet und es kommt zu einer Reinfektion der Wurzel durch zurückgelassene Bakterien. Daher kann und sollte eine sorgfältige Therapie ausreichend Zeit in Anspruch nehmen. Grundsätzlich wird dabei mit optischen Sehhilfen gearbeitet! Ein steriles OP-Feld für den Zahn ist ein Muss!

Sie haben es überstanden, die Wurzel ist versorgt! Und was passiert dann?

Je nach Ausdehnung des Defektes sollte der Zahn im Anschluss mit einer hochwertigen Füllung, Teilkrone oder vollständigen Krone auf Dauer versorgt werden. Der dauerhafte Verschluss des Zahnes ist maßgeblich für den langjährigen Erhalt und genauso wichtig wie die gründliche Versorgung der Wurzel! Manchmal ist zusätzlich ein Wurzelstift zur Stabilisierung einer Krone nötig.

Gibt es Alternativen zu dieser Therapie?

Bei sehr geringen Erfolgsaussichten ist eine Zahnentfernung vorzuziehen. Dann kann die entstehende Lücke auch mit einer Brücke oder einem Implantat versorgt werden. Verbleibt der erkrankte Zahn unbehandelt im Mund, kann dies zur Infektionsausbreitung und Gefährdung des Gesamtorganismus führen.

Welche Risiken birgt eine Wurzelkanalbehandlung?

Selten kann in den ersten Tagen ein vorübergehendes Missempfinden oder eine leichte Schwellung am behandelten Zahn auftreten. Sehr seltene Komplikationen können durch Abbrechen der feinen Spezialinstrumente in der Wurzel oder Verletzung dieser während der Reinigung entstehen. Selten lassen sich durch die besondere Anatomie der Wurzel die untersten 2–3 mm des Wurzelkanals nicht optimal reinigen. Im ungünstigen Fall kann im Nachhinein eine zusätzliche chirurgische Therapie oder die Zahnentfernung erforderlich sein.

Die Behandlung ist sehr aufwendig. Wie lange hält nun dieser Zahn?

Bei optimaler Versorgung ist die Prognose gut. Die eigene Wurzel kann Ihnen viele Jahre erhalten werden und ist eine ökonomisch und therapeutisch sinnvolle Alternative zur Implantat- oder Brückenversorgung bei Fehlen dieses Zahnes.

Können später Komplikationen auftreten?

Eine hundertprozentige Garantie gibt es in der Medizin nicht. Wir versprechen Ihnen aber, das Möglichste zu tun, um Ihren Zahn zu erhalten. Regelmäßige Kontrollen des Zahnes sind empfehlenswert! Wir schreiben Ihnen gerne einen Erinnerungsbrief zur ersten Röntgenkontrolle nach drei bis sechs Monaten.

Adresse
Zahnarztpraxis
Blümel & Kollegen
Schloßstraße 107
12163 Berlin-Steglitz

 

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