Zahnarztpraxis Blümel & Dahlem

Zahnarztpraxis Blümel & Dahlem

PROPHYLAXE

DURCH GEZIELTE VORSORGE UND PRÄVENTION GESUNDE ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH
 
VORSORGE-UNTERSUCHUNGEN / ZAHNÄRZTLICHE KONTROLLEN

Gesunde Zähne und Zahnfleisch bedeuten Mundgesundheit und Lebensqualität.

Bei den halbjährlichen Kontrolluntersuchungen geht es nicht nur um die eingehende Untersuchung Ihrer Zähne  (Mundhygienestatus) – sondern auch um die Ihres Zahnfleisches, Zahnhalteapparat (Parodontien) und die der Schleimhäute, um hier frühzeitig Veränderungen feststellen zu können.

Anhand detailgetreuer, vergrößernder Aufnahmen mit der Intraoralkamera können wir Ihnen die Situation Ihrer Zähne und Zahnfleisch sichtbar machen und allumfassend erklären/aufklären.

Zögern Sie nicht, uns bei den Routine-Untersuchungen alle Auffälligkeiten und Besonderheiten anzugeben – auch festgestellte Auffälligkeiten an den Kiefergelenken (Kiefergelenksknacken uvm).

Falls Sie eine Schiene besitzen, sollte diese bei den zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen mitgebracht und überprüft werden.

Falls bei den Kontrolluntersuchungen Zahnstein vorhanden sein sollte, wird dieser schonend entfernt.

Die Gesunderhaltung Ihrer Zähne durch vorbeugende Maßnahmen (Prophylaxe) hat für uns oberste Priorität.

 
VORSORGE IN DER SCHWANGERSCHAFT

Die hormonelle Veränderung in der Schwangerschaft bewirkt an vielen Geweben eine Auflockerung und gesteigerte Durchblutung. Diese Veränderungen finden auch am Zahnfleisch statt.

Die Folge können Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischbluten und Wucherungen des Zahnfleisches sein.

Daher sollte schon zu Beginn der Schwangerschaft eine Kontrolluntersuchung des Zahnfleischs stattfinden und mit einer professionellen Reinigung (Prophylaxe) regelmässig unterstützt werden.

Ein besonderes Anliegen ist uns auch, die werdenden Eltern im Rahmen der Schwangerschaftsberatung über Mundgesundheitsfragen aufzuklären, denn

Ihre eigene Mundhygiene und Mundgesundheit wird sich auf Ihr Kind übertragen.

 

VORSORGE BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN (FRÜHERKENNUNGSUNTERSUCHUNGEN)

Die Zahngesundheit unserer Kleinen und kleinsten Patienten liegt uns ganz besonders am Herzen  – auf diesem Fachgebiet hat sich Dr. Dahlem 2018 zusätzlich spezialisiert und die Gesunderhaltung der ersten Zähne Ihres Kindes zu Ihrem Herzensthema gemacht.

In unserer Praxis legen wir grossen Wert auf die im Uz-Heft (entspricht dem U-Heft für Kinderärztliche Untersuchungen) aufgeführten kinderzahnärztlichen Untersuchungen.

Bei den Kontrolluntersuchungen (Beginn 6. Lebensmonat) geht es uns um das

  • Frühzeitige Erfassen von Erkrankungen und Fehlentwicklungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich
  • Erfassen und Senken des Kariesrisikos
  • Gewöhnung des Kindes an zahnärztliche Routineuntersuchungen
  • Entwickeln des Bewusstseins bei Eltern und Kind, dass und wie Zahnpflege erfolgen muss (Vermittlung besonderer Putztechniken)
  • Beratung der Eltern über zahngesunde Ernährung (Ernährungsberatung)
  • Entwickeln des Ernährungsbewusstseins beim Kind

Besonders in der Phase der Zahnwechsel bedarf es ganz besonders engmaschigen Kontrollen.

Wir führen deswegen bei unseren Kindern und Jugendlichen vom 6. bis zum 18. Lebensjahr

routinemässig zwei zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen und zwei Individualprophylaxen jährlich an.

Bitte unterstützen Sie Ihr Kind bei der Gesunderhaltung seiner Zähne.

 

PROFESSIONELLE ZAHNREINIGUNG

Da die häuslichen Mundhygienemaßnahmen nicht auf Dauer für das vollständige Entfernen hartnäckiger Beläge bei engstehenden Zähnen oder im Nischenbereich ausreichen, empfehlen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen eine intensive Reinigung Ihrer Zähne als Prävention vor Zahnfleischerkrankungen.

Zu Beginn der Behandlung erfolgt eine dokumentierte Untersuchung des Zahnbettes.

Ein regelmäßig erhobener PSI ( Parodontaler-Screening-Index) gibt Auskunft über den Zustand Ihres Zahnfleisches.

Anschließend werden alle Zahnoberflächen mit einer speziellen Färbetinktur behandelt zum Sichtbarmachen der mikrobiellen Plaque auf Ihren Zahnoberflächen.

Es erfolgen individuelle Mundhygiene-Tipps für Sie.

Die eigentliche Intensivreinigung erfolgt je nach Situation mit dem gezielten Einsatz spezieller Pulver-Wasserstrahlgeräte, Ultraschall und Handinstrumenten (nach der sogenannten Guided Biofilm Therapy).

In unserer Praxis werden nach dem aktuellsten und modernsten Stand der Wissenschaft (Deutsche Gesellschaft für Parodontologie) hierbei die feinsten Pulver mit feinster Körnung verwendet, um keine abrasiven Schäden an den Zahnoberflächen zu verursachen – sondern eine sehr effektive und schonende Entfernung des angefärbten Biofilms + zusätzlicher Glättung aller Zahnoberflächen.

Nischenbereiche werden mit Handinstrumenten nachgereinigt, sowie alle Zwischenräume mit Zahnseide kontrolliert. Im Anschluss erfolgt mit speziellen weichen, glättenden Pasten eine intensive Politur aller Zahnoberflächen, um die Neubildung von Plaque deutlich zu erschweren. Ergänzend erfolgt durch eine antibakterielle/antiseptische Mundspüllösung eine Desinfektion der Schleimhäute – denn allein auf der Zunge befinden sich 70% aller Mikroorganismen in der Mundhöhle.

Anschließend erfolgt eine Fluoridierung mit hochkonzentrierten Lacken oder Gelen zur Kariesprävention.

Zur Sicherung des Therapierfolges ist eine professionelle Zahnreinigung besonders vor/während einer Parodontaltherapie dringend erforderlich.

Nur eine regelmäßige Vor – und Nachsorge bringt ein zufriedenstellendes Ergebnis und langfristige Mundgesundheit.

Die privaten Zusatzversicherungen übernehmen teilweise oder auch komplett – je nach individuellen Tarifvereinbarungen –  die Kosten für die Prophylaxemaßnahmen – bitte informieren Sie sich bei diesen! Wir können Ihnen gerne auch einen Kostenvoranschlag zum Einreichen bei Ihrer privaten Zusatzversicherung erstellen.

ZAHNERHALTUNG

FÜLLUNGSTHERAPIE – AKTUELLE MÖGLICHKEITEN IN DER MODERNEN ZAHNMEDIZIN

Die Therapie von Karies und der Austausch nicht mehr funktionstüchtiger Füllungen gehört zu den Hauptarbeitsgebieten in einer Zahnarztpraxis. Hierbei kommen verschiedene Arten und Materialien zum Einsatz, die je nach Indikation zur vollständigen Wiederherstellung von Funktion, Randdichtigkeit und Ästhetik führen. Im Frontzahnbereich kann dank modernster Komposit-Materialien oft über ein minimalinvasives Vorgehen mit geringem Aufwand eine gute Ästhetik erzielt werden. Im Seitenzahnbereich haben laborgefertigte Füllkörper aus Gold oder Keramik die längste Haltbarkeit.

 
SEITENZAHNBEREICH:

Einfache Füllungen als Kassenleistung für den Seitenzahnbereich

Als rein funktionelle Versorgung kleinerer kariöser Defekte auf den Kauflächen werden häufig Glasionomerzement-Füllungen verwendet. Diese Zementfüllungen bieten für einen kurzen, mittleren Zeitraum Schutz vor neuer Karies. Es handelt sich um eine zweckmäßige Versorgung nach Kassenrichtlinien. Die etwas geringere Druckfestigkeit und das Verschleißverhalten erfordert oft nach etwa zwei Jahren eine Neuanfertigung der Füllung. Die seit Jahren etablierten Amalgamfüllungen werden von uns wegen der bekannten Diskussionen um Toxizität nicht mehr eingesetzt. Für eine ästhetische Wiederherstellung eignen sich beide Füllungsarten nur bedingt.

Moderne Kompositmaterialien

Gegenüber den früher üblichen „Kunststofffüllungen“ bestehen moderne Komposite zu über 85% aus hochfesten Füllkörpern (Nanopartikel) aus Glas und Keramik, eingebettet in einer lichthärtenden Kunststoffmatrix. Die Minipartikel geben den Materialien die hohe Festigkeit, das bessere Schrumpfungsverhalten und die äußerst günstigen Farbeigenschaften. Mit den dazugehörigen Haftvermittlern eignen sich Komposite ideal für hochästhetische kleine bis mittelgroße Füllungen im Seitenzahnbereich.

 
FRONTZAHNBEREICH:

Sonderfall Frontzahnfüllungen

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für zahnfarbene, einschichtige Füllungen von kariösen Defekten im „sichtbaren Bereich“ (Eckzahn zu Eckzahn). Vor allen Dingen hier bestehen hohe Anforderungen an die Ästhetik für ein optisch schönes Ergebnis. Für die Frontzahnästhetik lässt sich KOMPOSITE universell einsetzen – der Standard für kleine bis mittelgroße kariöse Defekte, die optisch nicht sichtbar sein sollen. Einfache Materialien in Einschichttechnik stellen wir Ihnen kassenrichtlinienkonform gern zur Verfügung. Für ästhetisch optimale Ergebnisse empfehlen wir gerade hier die Anwendung hochwertiger Kompositmaterialien in dentinadhäsiver Mehrschichtrekonstruktion und individueller Farbanpassung. Bei größeren Defekten und stärkeren Verfärbungen bietet sich oft die Anfertigung von Keramikverblendschalen (Veneer) an.

 
ALLGEMEINES :

Keramikinlays

Für größere kariöse Defekte im Seitenzahnbereich eignen sich Keramikinlays/-Onlays als Langzeitvariante und definitive Versorgungen als besonders feste laborgefertigte Keramikfüllkörper.

Wir arbeiten hierbei ausschließlich mit inländischen Meisterlaboren zusammen.

Unsere „e.max Keramikinlays ( von Ivoclar Vivadent)“ zeichnen sich durch eine äußerst präzise Passung, einen perfekten Randschluss und Dimensionsstabilität (keine materialbedingte Schrumpfung) und höchster Ästhetik durch Natürlichkeit aus ( “von echten Zähnen nicht zu unterscheiden“).

Hohe Wichtigkeit hat für uns auch die Wiederherstellung der funktionellen Eigenschaften und der präzisen, natürlichen Nachgestaltung der Kauoberflächen.

So werden Funktion, Stabilität und Optik ihres Zahnes dauerhaft wiederhergestellt.

Im Hinblick auf die Langlebigkeit sind Inlays eine sehr wirtschaftliche Versorgungsform FÜR Zähne.

Ihre Temperaturleitfähigkeit ähnelt der des Zahnschmelzes.

Keramik löst keine Allergien aus, ist also aus bioverträglicher Sicht der Werkstoff der ersten Wahl.

Das besondere Klebeverfahren beim Einsetzen kann zu einer zusätzlichen Stabilisierung strukturgeschwächter Zähne führen, erfordert aber ein absolut trockenes Arbeitsfeld (Kofferdam). Daher ist neben der Tiefe des Defektes auch die Lage des Füllungsrandes mitentscheidend für die richtige Indikationsstellung.

Inlays aus Keramik sind die ideale Versorgung bei größeren Defekten im Seitenzahnbereich, wenn hohe Ansprüche der Ästhetik, Langlebigkeit der Versorgung gelegt werden.

Sie gelten als die schönsten und „natürlichsten“ Alternative zu Kunststoff-Füllungen.

Goldinlays

Auch nach wie vor nicht übertroffen in der Haltbarkeit, sind diese laborgefertigten Füllkörper ideal für großflächige Defekte im Seitenzahnbereich. Insbesondere bei tiefliegenden Füllungsrändern (vor allem in den tiefen interdentalen Bereichen), wenn es auf Langlebigkeit und Stabilität (starkes Knirschen und Pressen) der Versorgung ankommt, sind Goldfüllungen die optimale Versorgung.

Die günstigen Materialeigenschaften ermöglichen eine Randdichte, die bisher nicht übertroffen wurde.

Die hohe Qualität und Präzision der Inlays hat ihren Preis.

Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne und empfehlen Ihnen die für Sie individuell sinnvollste Versorgungsmöglichkeit.

PROFESSIONAL BLEACHING

DER SICHERE WEG ZU WEIßEN ZÄHNEN

Helle, schöne Zähne sind von alters her ein Wunschtraum, der realisierbar ist. Moderne Methoden zur künstlichen Zahnaufhellung bringen heutzutage überzeugende Ergebnisse. Und das in teilweise erstaunlich kurzer Zeit. Eine Altersbegrenzung gibt es für die verschiedenen Methoden nicht, doch gehört die Zahnaufhellung immer in die professionelle Hand der Zahnarztpraxis. Hier erfahren Sie das Wichtigste in Kürze:

WARUM WERDEN ZÄHNE DUNKEL?

Zähne lagern im Laufe der Jahre Dentin ein. Dadurch tritt die weißtransparente Farbe der Schmelzschicht in den Hintergrund und der Zahn erscheint zunehmend gelb bis gräulich. Ebenso können abgestorbene, wurzelkanalbehandelte Zähne stark nachdunkeln. Einige Medikamente und bestimmte Essgewohnheiten führen zusätzlich zu eingelagerten Verfärbungen oder Schmelzstrukturstörungen, die im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung nicht mehr zu entfernen sind.

WELCHE MÖGLICHKEITEN BIETET DIE MODERNE ZAHNMEDIZIN?

Zur Aufhellung finden sanfte Methoden durch Zahnschienen (HomeBleaching) oder das schnelle, intensive Bleichen in der Zahnarztpraxis (InOffice Bleaching) Anwendung. Um wurzelkanalbehandelte Zähne aufzuhellen, wird eine innere Bleicheinlage etwa eine Woche lang getragen. Manchmal ist die Kombination verschiedener Techniken sinnvoll. Die Medikamente für die Aufhellung bleichen die Zahnsubstanz nachhaltig, eine Schädigung der Zahnstruktur findet bei korrekter Anwendung nach derzeitigem Wissen nicht statt. Nach zwei bis vier Jahren kann das Bleaching erneuert werden.

WAS BRINGEN FREI VERKÄUFLICHE PRODUKTE?

Eine große Anzahl an scheinbar günstigen Bleichprodukten wird heute über Drogerien und Apotheken vertrieben. Die geringen Konzentrationen der Substanzen führen jedoch zu keinem effektivem Behandlungserfolg. Einige dieser Produkte enthalten sogar rauhe Scheuermittel, welche die Oberfläche der Zähne schädigen. Die Folgekosten sind dann oft insgesamt höher, und ohne die zahnärztliche Kontrolle ist das Risiko von Bleichschäden (traumatische Schädigung des Zahnnervs) erheblich.

BLEACHING SCHÄDIGT NICHT DIE ZÄHNE!

Zurzeit gibt es keine Studien, die belegen, dass Bleaching bei richtiger Anwendung Zähne oder Zahnfleisch schädigt. Überempfindlichkeiten können manchmal während der Aufhellungsphase auftreten. Oxydative Bleichverfahren können ohne Risiken wiederholt werden. Wir empfehlen Ihnen zumindest, das Verfahren mit Ihrem Zahnarzt abzustimmen und raten von Selbstversuchen ab. Eine vorherige Kontrolle bestehender Zahnfüllungen sollte in jedem Fall erfolgen.

WAS SOLLTEN SIE VOR UND NACH DEM BLEACHING BEACHTEN?

Empfindliche Zahnhälse sollten vor Behandlung mit einem schützenden Material abgedeckt werden. Hier ist eine Kontrolle eventuell undichter Zahnfüllungen durch den behandelnden Zahnarzt unerlässlich! Nach der Aufhellung helfen Fluoridlacke, ein vorübergehendes Missempfinden zu lindern. Färbende Genussmittel wie Rotwein, Kaffee, Tee und Nikotin sowie bestimmte Medikamente und Obstsorten sollten speziell in den ersten Tagen nach der Aufhellung vermieden werden.

Lassen Sie sich von uns zuvor individuell beraten. Wir empfehlen Ihnen das richtige Verfahren und besprechen mit Ihnen die Möglichkeiten, die Sie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen!

ENDODONTIE

INFORMATION ZUR BEHANDLUNG WURZELERKRANKTER ZÄHNE

Lieber Patient,

bei Ihrem Zahn soll eine Wurzelkanalbehandlung (WKB) durchgeführt werden. Machen Sie sich keine Sorgen! Wir haben heute die Möglichkeiten, diese Therapie für Sie sicher und schmerzfrei durchzuführen. Lesen Sie bitte dazu das Wichtigste in Kürze.

WARUM TUT DER ZAHN WEH?

Zahnschmerzen entstehen bei der Entzündung des Gewebes in oder um die Zahnwurzel herum. Ursache sind Bakterien im betroffenen Zahn, aber auch körpereigene Botenstoffe. Häufig ist diese Erkrankung mit einer tiefen Karies verbunden. Auch ein Trauma des Zahnes durch einen Unfall oder permanente äußere Reize können die Ursache sein.

WIE LÄUFT EINE WURZELKANALBEHANDLUNG (WKB) AB?

Schmerzen während einer WKB sind sehr selten. Häufig ist der erkrankte Zahn bereits abgestorben, dann wird die Behandlung sogar ohne Betäubung absolut schmerzfrei durchgeführt. Und wenn er doch noch lebt? Durch moderne Betäubungsmittel und spezielle Techniken (Cito-Jet für eine schmerzarme Anästhesie) wird eine extrem gute Wirkung erzielt. Anschließend wird das erkrankte Gewebe aus der Wurzel entfernt. Hierbei ist das exakte Ausmessen der Wurzellänge besonders wichtig. Dies erfolgt mit einem Röntgenbild und sollte zusätzlich elektrisch überprüft werden. Spezielle Spülflüssigkeiten unterstützen die Reinigung des Kanals und sind ebenso wichtig. Abschließend wird der nun sterile Wurzelkanal mit einer bakteriendichten Füllung verschlossen. Je nach Aufwand sind dazu ein bis drei Sitzungen ( jeweils 15–60 Minuten) notwendig.

WARUM IST EINE WURZELKANALBEHANDLUNG OFT SO SCHWIERIG?

Keimfreiheit in einem Gebiet zu erreichen, welches von Natur mit zahlreichen Bakterienarten stark bevölkert ist, scheint vom Prinzip her fast unmöglich. Wir haben heute die Möglichkeiten, trotzdem keimfreie Verhältnisse zu schaffen – ein Grundsatz jeder erfolgreichen medizinischen Therapie.
Die anatomische Form der gekrümmten Wurzel kann eine Behandlung erschweren. Ältere Zähne verengen außerdem den Kanal durch Kalziumanlagerung (forensische Altersbestimmung). Diese müssen dann aufwendig gelöst werden. Die Anzahl der zu behandelnden Nervkanäle kann ebenso von der Norm abweichen. Ein Backenzahn hat bis zu fünf Kanäle. Werden infizierte Kanäle übersehen, ist der Erfolg gefährdet und es kommt zu einer Reinfektion der Wurzel durch zurückgelassene Bakterien. Daher kann und sollte eine sorgfältige Therapie ausreichend Zeit in Anspruch nehmen. Grundsätzlich wird dabei mit optischen Sehhilfen gearbeitet! Ein steriles OP-Feld für den Zahn ist ein Muss!

SIE HABEN ES ÜBERSTANDEN, DIE WURZEL IST VERSORGT! UND WAS PASSIERT DANN?

Je nach Ausdehnung des Defektes sollte der Zahn im Anschluss mit einer hochwertigen Füllung, Teilkrone oder vollständigen Krone auf Dauer versorgt werden. Der dauerhafte Verschluss des Zahnes ist maßgeblich für den langjährigen Erhalt und genauso wichtig wie die gründliche Versorgung der Wurzel! Manchmal ist zusätzlich ein Wurzelstift zur Stabilisierung einer Krone nötig.

GIBT ES ALTERNATIVEN ZU DIESER THERAPIE?

Bei sehr geringen Erfolgsaussichten ist eine Zahnentfernung vorzuziehen. Dann kann die entstehende Lücke auch mit einer Brücke oder einem Implantat versorgt werden. Verbleibt der erkrankte Zahn unbehandelt im Mund, kann dies zur Infektionsausbreitung und Gefährdung des Gesamtorganismus führen.

WELCHE RISIKEN BIRGT EINE WURZELKANALBEHANDLUNG?

Selten kann in den ersten Tagen ein vorübergehendes Missempfinden oder eine leichte Schwellung am behandelten Zahn auftreten. Sehr seltene Komplikationen können durch Abbrechen der feinen Spezialinstrumente in der Wurzel oder Verletzung dieser während der Reinigung entstehen. Selten lassen sich durch die besondere Anatomie der Wurzel die untersten 2–3 mm des Wurzelkanals nicht optimal reinigen. Im ungünstigen Fall kann im Nachhinein eine zusätzliche chirurgische Therapie oder die Zahnentfernung erforderlich sein.

DIE BEHANDLUNG IST SEHR AUFWENDIG. WIE LANGE HÄLT NUN DIESER ZAHN?

Bei optimaler Versorgung ist die Prognose gut. Die eigene Wurzel kann Ihnen viele Jahre erhalten werden und ist eine ökonomisch und therapeutisch sinnvolle Alternative zur Implantat- oder Brückenversorgung bei Fehlen dieses Zahnes.

KÖNNEN SPÄTER KOMPLIKATIONEN AUFTRETEN?

Eine hundertprozentige Garantie gibt es in der Medizin nicht. Wir versprechen Ihnen aber, das Möglichste zu tun, um Ihren Zahn zu erhalten. Regelmäßige Kontrollen des Zahnes sind empfehlenswert! Wir schreiben Ihnen gerne einen Erinnerungsbrief zur ersten Röntgenkontrolle nach drei bis sechs Monaten.

PARODONTITIS

DIE ENTZÜNDUNG DES ZAHNHALTEAPPARATS

Parodontitis ist eine der häufigsten Volkskrankheiten und geht mit einer entzündlichen Zerstörung der zahnhaltenden Strukturen (dem Parodontium) einher. Sie ist besonders im mittleren Lebensabschnitt vergesellschaftet und neben Karies die häufigste Ursache für Zahnverlust. Neben verschiedenen anderen Ursachen spielt das körpereigene Immunsystem eine zentrale Rolle in der Entstehung und dem Ausmaß der Parodontitis. Die Therapien sind lebensbegleitend und erfordern Ihre Mitarbeit.

Eine regelmäßige Nachsorge ist immer erforderlich!

Es gibt unterschiedliche Formen der Parodontitis.

Neben der selteneren, aggressiven Verlaufsform mit rasch fortschreitendem Gewebeverlust (oft auch schon in jungen Jahren) ist die chronische Parodontitis am weitesten verbreitet und verläuft vorerst völlig schmerzfrei.

Ursächlich für die Entwicklung einer Parodontitis sind bestimmte krankheitserregende Bakterienkolonien, die sich in einem

komplexen Biofilm (Plaque) auf der Zahnoberfläche angesiedelt haben. Ihre Stoffwechselendprodukte lösen eine lokale Entzündungsreaktion der umgehenden Strukturen hervor. Diese beginnenden Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) stellen Vorstufen einer etablierten Parodontitis dar, können aber durch professionelle Zahnreinigungen sehr gut therapiert werden.

 
WORAN ERKENNT MAN EINE PARODONTITIS?

Freiliegende Zahnhälse, Blutungen und Schwellungen des Zahnfleischs sowie typischer Mundgeruch können erste Anzeichen sein. Eine deutliche Taschenbildung an den betroffenen Zähnen ist ein wichtiges Indiz und lässt sich durch den Zahnarzt feststellen. Häufig bilden sich an den unterhalb der Schleimhaut befindlichen Zahnwurzelanteilen feste Ablagerungen, die eine Entzündungsreaktion auslösen. Später zeigt eine Lockerung des Zahnes von deutlichen Abbauprozessen des zahnumgebenden Knochens und Bandapparates. Eiterung aus der Zahnfleischtasche ist ebenfalls möglich und ein prognostisch ungünstiger Befund. Röntgenologisch lässt sich die Parodontitis fast immer erkennen.

 
WELCHE URSACHE HAT DER KNOCHENABBAU?

Gegenüber dem früheren Dogma „Ein sauberer Zahn wird nicht krank“ hat sich derzeit die Meinung etabliert, dass die Parodontitis eine Folge der körpereigenen Abwehrmechanismen auf die immer anwesenden oralen Mikroorganismen ist. Diese orale Mikroflora kann sich von den Bakterienarten und deren Menge her deutlich unterscheiden. Während in der Tat bei guter häuslicher Mundhygiene mit geringer bakterieller Plaque eine chronische Parodontitis seltener vorliegt und deren Therapie eine bessere Prognose hat, gibt es ebenso seltene Verlaufsformen der Parodontitis, die auch bei exzellenter Zahnpflege vergesellschaftet sind. Entscheidend ist die Reaktion der körpereigenen Immunabwehr auf die parodontalen Keime. Nichtdestotrotz ist eine gute Mundhygiene, auch nach Kassenrichtlinien, eine Grundvoraussetzung für den Beginn einer Therapie.

 
WELCHE RISIKOFAKTOREN GIBT ES ZUSÄTZLICH?

Neben der erschwerten häuslichen Mundhygiene, Stress und einer familiären Veranlagung steigert der Tabakkonsum den Risikofaktor für die Entstehung parodontaler Erkrankungen um ein Vielfaches.

Aber auch hormonelle Störungen (Diabetes mellitus) und hormonelle Umstellungen in der Schwangerschaft erhöhen das Risiko einer Parodontitis erheblich.

WICHTIG:

Eine unbehandelte Parodontitis hat nicht nur negative Auswirkungen in der Mundhöhle (wie Zahnlockerungen und schlimmstenfalls dem Verlust eines Zahnes mit deutlichen Entzündungszeichen des Zahnfleisches), sondern gilt

auch als höchster Risikofaktor für Diabetes Typ II sowie Herz-Kreislauferkrankungen.

Außerdem steigert sie das Risiko für Schlaganfall und erhöht das Risiko für Frühgeburten.

 
DIE PARODONTITISTHERAPIE

Neben einer ausführlichen Diagnostik, Aufklärung/Beratung und der Abklärung von Risikofaktoren steht die Reinigung und Desinfektion der Zahnoberflächen im Rahmen einer Prophylaxe als Vorbehandlung am Anfang jeder Parodontitistherapie. Dabei kommt ein innovatives Reinigungsverfahren mittels Glycin-Pulver zur Anwendung. In unserer Praxis werden nach dem aktuellsten und modernsten Stand der Wissenschaft (Deutsche Gesellschaft für Parodontologie) hierbei die feinsten Pulver mit feinster Körnung verwendet, um keine abrasiven Schäden an den Zahn- und Implantatoberflächen zu verursachen – sondern eine sehr effektive und schonende Entfernung des gesamten Biofilms (sogenannte Guided Biofilm Therapy).

Wichtig ist uns die intensive Beratung des Patienten und eine individuelle Mundhygiene-Instruktion.

 

Bei ausgeprägten Anfangsbefunden kann eine gezielte antibiotische Therapie unterstützend wirken. Markerkeimanalysen mit micro-IDent® geben Auskunft über Vorkommen und Konzentration von parodontopathogenen Spezies und deren Zugehörigkeit zu „Bakterienkomplexen“  und somit für die richtige Wahl des entsprechenden Antibiotikums.

 
DIE BASISTHERAPIE UMFASST

die eigentliche Reinigung und Desinfektion des Zahnhalteapparates unter lokaler Betäubung der Zahnfleischtaschen. Diese muss im engen zeitlichen Zusammenhang mit der Vorbehandlung stehen und vollzieht sich über zwei bis drei Sitzungen. Hierbei werden fest verwachsene bakterielle Strukturen (Konkremente) auf den Wurzeloberflächen mechanisch oder mit Ultraschall entfernt. Bei ausgeprägten Taschentiefen kann ein chirurgisches Vorgehen erforderlich sein. Treten parodontal typische Allgemeinerkrankungen auf, sollte eine interdisziplinäre Betreuung erfolgen.

 
DIE ERHALTUNGSPHASE (RECALL)

Zur Stabilisierung des Therapieergebnisses sind ein bis zwei Nachbehandlungen nötig. Eine regelmäßige lebenslange Betreuung im Rahmen der Prophylaxe ist dringend erforderlich. Ebenso muss der parodontale Befund in regelmäßigen Abständen überprüft werden, um das Therapieergebnis nachhaltig zu sichern

Die Nachsorge erfolgt über die regelmäßige Teilnahme an unserem Prophylaxeprogramm (sog UTP = unterstützende Parodontitistherapie) ; hierbei sind zwei bis vier Sitzungen im Jahr sinnvoll. So können eventuell auftretende Rezidive frühzeitig erkannt und therapiert werden.

ANMELDUNG

WARTEZEITEN

Die Einteilung der Termine erfolgt nach dem Bestellsystem. Dadurch können wir uns ausreichend Zeit für Sie nehmen und Wartezeiten reduzieren. Bitte sagen Sie Termine rechtzeitig ab, um unnötige Kosten zu vermeiden. Sollte es doch einmal zu Verzögerungen kommen, nutzen Sie unseren Telefon-Service und genießen Sie die vielfältigen Einkaufsmöglickeiten in der Schloßstraße. Wir rufen Sie an, sobald es losgehen kann!

RECALL SERVICE

Sowohl für die halbjährliche Kontrolluntersuchung wie auch für die Prophylaxesitzungen bieten wir Ihnen einen komfortablen Erinnerungsservice an. Erteilen Sie uns dazu bitte die Freigabe und geben ein gewünschtes Zeitfenster für die Terminvergabe an. Sie erhalten dann automatisch einen Erinnerungsbrief mit einem Terminvorschlag , den Sie rückbestätigen oder umändern können.

FEEDBACK

Wir sind stets darum bemüht, Ihnen eine gute Betreuung zukommen zu lassen. Trotzdem kann es im Praxisalltag einmal zu Unpässlichkeiten kommen. Um unseren Service für Sie zu verbessern, würden wir uns über Vorschläge Ihrerseits freuen.

info@bluemelundkollegen.de

ANMELDEFORMULAR

Füllen Sie zum Beispiel das Anmeldeformular in Ruhe zu Hause aus und bringen es zum nächsten Termin mit. Wir sind zu Ihrem Wohle verpflichtet, Ihren Gesundheitsstatus in regelmäßigen Abständen von Ihnen neu zu erfragen.